Wir über uns
Über uns – Spezialist für DDR-Fahrzeugteile seit 1928
Sausewind steht für fast ein Jahrhundert Leidenschaft, Know-how und Liebe zum Detail – ganz im Dienst der Mobilität in der DDR. Als einer der ältesten Ersatzteilhändler für Ostfahrzeuge und Ersatzteile ist unser Name untrennbar mit Marken wie Simson, MZ, Trabant, Wartburg und IFA verbunden.
Seit 1928 führen wir diese Tradition mit Stolz und Begeisterung weiter – heute als führender Anbieter für Original- und Nachfertigungsteile im Osten Deutschlands und darüber hinaus.
Sausewind im Zeitstrahl
Unsere Geschichte
1928 – Die Gründung durch Alfred Schulze
In Jüterbog gründet Mechanikermeister Alfred Schulze ein Fachgeschäft und eine Werkstatt für Fahrräder. Schon damals verbindet er technisches Können mit dem Anspruch, die Mobilität für jedermann zu sichern.
1946 – Neustart nach dem Krieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg baut Alfred Schulze den Betrieb mit bis zu 23 Mitarbeitenden wieder auf. Der Fokus liegt zunächst auf der Reparatur sowie der Herstellung von Kinderrollern und Transporthilfen – mit viel Improvisationsgeist in schwierigen Zeiten.
1950 – Siegfried Schulze übernimmt
Sohn Siegfried Schulze tritt in die Fußstapfen seines Vaters und übernimmt das Unternehmen. Mit ihm beginnt die zielgerichtete Spezialisierung auf Ersatzteilhandel für Fahrzeuge der DDR – besonders für Zweiräder und Nutzfahrzeuge.
1960er–1970er – Der Name Sausewind wird zum Begriff
In dieser Zeit ist Sausewind in aller Munde: Mit dem markanten Slogan
„Such nicht lang herum – fahr gleich zu Sausewind!“
etabliert sich das Unternehmen als führende Adresse im Bezirk Potsdam für Fahrzeugteile.
In den 1970er-Jahren wuchs unser Umsatz kontinuierlich: von rund 500.000 Mark zu Beginn des Jahrzehnts auf über 4 Millionen Mark im Jahr 1975.
Aus dieser Zeit besitzen wir noch eine historische Karte. Sie ist sicher nicht mehr vollständig, zeigt aber die vielen Betriebe, die in der DDR bei Sausewind eingekauft haben – ein schönes Zeitdokument unserer Geschichte.
1980 – Strukturwandel - Die Lagerflächen reichen nicht mehr aus
Um immer mehr Teile vor der Verschrottung in der DDR zu bewahren, kaufte Siegfried Schulze kontinuierlich Warenbestände auf. Die Lagerkapazitäten waren bald erschöpft. In den 1980er-Jahren wurden daher die Hallen und Lager der Firma umfangreich erweitert – im laufenden Betrieb und oft an den Wochenenden. Diese Ausbauphase legte den Grundstein für unser heutiges Sortiment.
Hallen und Lagerfläche vor den Erweiterungen
1990er – Umbruch & Weitermachen
Nach der Wende stehen wir vor großen Veränderungen. Viele Kundinnen und Kunden steigen auf Fahrzeuge aus dem ehemaligen Westen um – die Nachfrage nach DDR-Ersatzteilen geht zunächst zurück.
Aufgeben kommt für Sausewind nicht in Frage: Wir erweitern unser Lager, erschließen neue Bezugsquellen und entwickeln unser Sortiment weiter.
Gefragt sind jetzt vor allem Zubehör und Produkte, die es früher kaum gab – zum Beispiel Schonbezüge und Tuningteile, unter anderem von D&W Bochum.
Wir erweitern unser Sortiment um Fahrräder und Fahrradteile. Zugleich erreichen uns die ersten Exportanfragen aus dem westlichen Ausland. Eine anspruchsvolle Zeit, die uns offener, vielseitiger und zukunftsbereit gemacht hat.
Markus Schulze startet erste Versuche mit Onlineshops
1995 - Der digitale Pionier
Mitte der 1990er steckt das Internet noch in den Kinderschuhen:
Man wählt sich mit piepsenden Modems ein, Webseiten laden Zeile für Zeile, Produktfotos sind klein, und viele Bestellungen kommen noch per Telefon oder Fax. Genau in dieser Phase wagt Sausewind den Schritt ins Netz. Wir gehören zu den ersten in der Szene, die Ersatzteile online anbieten – zunächst mit einem einfachen Shop, handgepflegten Artikeln und Bestellformular. Dieser frühe Einstieg öffnet uns die Tür zum Versandhandel in ganz Deutschland und darüber hinaus. Aus dem Experiment wird ein Meilenstein: Der Onlineshop wird kontinuierlich ausgebaut und prägt bis heute, wie wir unsere Kundschaft erreichen.
„Ich erinnere mich noch gut: Die ersten Produktfotos machten wir mit einem einfachen Fotoapparat – mehr schlecht als recht, von Detailtreue keine Spur. Die Beschreibungen waren spartanisch, und das Einstellen der Artikel dauerte gefühlt ewig. Wenn ich mich richtig erinnere, lief unser erster Onlineshop auf einer Data-Becker-Lösung und umfasste ganze 100 Artikel. Für uns war das damals ein großer Schritt – und der Anfang von allem, was danach kam.“
-- Markus Schulze --
2011 – Generationenwechsel: Markus Schulze übernimmt
Mit dem Eintritt von Markus Schulze, Enkel des Gründers, führt Sausewind den Familienbetrieb in die nächste Generation. Schon über zehn Jahre arbeitete er im Unternehmen, bevor er die Verantwortung übernahm. Unter seiner Leitung werden die Lagerflächen modernisiert, Abläufe neu strukturiert und der Onlinehandel konsequent ausgebaut.
Die größte Herausforderung der Digitalisierung: Lagerplätze und Warenwirtschaft sinnvoll zu verbinden. Das über Jahre gewachsene Lager erhielt Schritt für Schritt ein klares System – es dauerte Monate, bis jeder Platz eine eindeutige Nummer trug.
So entstand die Basis für ein verlässliches digitales Sortiment und schnellere Lieferzeiten.